„Frankfurt – die neue Altstadt“

OWK-Bieberau auf Städtetour am 12. Mai 2019

„Großstädtisches Flair und Mittelalter“

 

Es war viel los am Reinheimer Bahnhof. Hier trafen sich die 40 Bieberauer Wanderfreunde zur schon sehr frühzeitig ausgebuchten Städtetour.

Die Vias war pünktlich und lief nach rd 40 Minuten Fahrzeit im Frankfurter Hauptbahnhof ein. Unter Führung vom „Chef de Mission“ Wolfgang Hoppe gings zügig durchs Bankenviertel zur Paulskirche. Dort bereits erwartet von den beiden Führern die durch die „neue Altstadt“ führten.              

Institruktion vom Chef de Mission
Institruktion vom Chef de Mission
Bahnhofsviertel in Frankfurt
Bahnhofsviertel in Frankfurt
Pünktliche Ankunft in Frankfurt
Pünktliche Ankunft in Frankfurt

..auf dem Römerberg
..auf dem Römerberg

Größer hätten die Kontraste nicht sein können, zunächst das Bankenviertel geprägt durch die zahlreichen Hochhäuser, dann der Römerberg und die Altstadt, die eher an das Mittelalter erinnerten.

Auf dem Römerberg wurden wir mit anhaltendem Glockengeläut der Nikoleykirche empfangen. Zwangspause für die Führung, bevor sie uns mit vielen Informationen versorgen konnten.

1200 Fachwerkhäuser im gotischen Stil standen vor dem letzten Weltkrieg in der Frankfurter Altstadt. Alle wurden zerstört nach Bombenangriffen. Auch lange nach der Zerstörung war strittig, wie es mit der Altstadt weiter gehen solle.

Erst nach der Jahrtausendwende entschied man sich für die „große Lösung“. Abriss des schon immer umstrittenen „Technischen Rathauses“ und Wiederaufbau der Altstadt nach historischem Vorbild. Investitionen von über 200 Millionen € (!) waren erforderlich um 35 Häuser zu errichten.

 

 


Die Goldene Waage
Die Goldene Waage

Die Führung setzte sich fort über den „Krönungsweg“ entlang des Alten Marktes. Auf diesem Weg zogen die Kaiser von der Krönung im (Kaiser-) Dom hinüber zum Bankett im Römer. Nächste Stationen waren das Archäologische Museum mit Mauerresten der Königspfalz aus dem 8. Jahrhundert, das Stadthaus und die „Goldene Waage“. Dieses Gebäude sollte bei Errichtung im 17. Jahrhundert mit seiner imposanten Fassade den Reichtum seiner Besitzer dokumentieren.

Fachwerkhäuser galten als „Arme-Leute-Häuser“, wer finanzkräftig war, baute in diesen Jahren ein Steinhaus. „Das Goldene Lämmchen“, eine Barbier-Stube, das in Kürze entstehende „Struwwelpeter“-Museum, das Haus von „Tante Melber“ (Goethes Tante) waren einige von den weiteren Informations- und Besichtigungsstationen. 

 

Voll mit neuen Eindrücken endete die 2-stündige Führung mit einem Dankeschön an die engagierten Stadtführer.   

 

Blick von "Dribbdebach" nach "Hibbdebach"
Blick von "Dribbdebach" nach "Hibbdebach"

 

 

Mittlerweile stellten sich bei vielen Wanderfreunde Hunger und Durstgefühle ein. Über den „Eisernen Steg“ wurde der Main überquert, entlang des Museumsufers ging es unverzüglich nach Dribbdebach  (so nennen die Frankfurter ihren Stadtteil Sachsenhausen).

 

 

 

Im Gemalten Haus: Erst mal die Speisekarte studieren
Im Gemalten Haus: Erst mal die Speisekarte studieren

 

Im bis zum letzten Platz besetzen „Gemalten Haus“ gab es alles für den herzhaften Esser, vor allem die Rippchen waren „wie gemalt“.

Ganz Sachsenhausen war an diesem Nachmittag geprägt von den Fans der Frankfurter Eintracht, die sich erwartungsvoll auf dem Weg zum Stadion befanden.

 

Über den Südbahnhof gings zurück, Vias war wieder pünktlich und mit vielen neuen Erkenntnissen waren die OWK-ler wieder im Odenwald angekommen.

Ein Dankeschön gabs an die Führer: Familie Hoppe, Familie Rühl und Familie Stöckl.   

 

Bericht:  Werner Schmidt  Bilder:   Bernd Richter,  Werner Schmidt