Der Odenwaldklub diniert in Grün und Weiß

Bericht aus dem Darmstädter Echo, Bild: Ulrike Bernauer

Im Hof der alten Schmiede in Groß-Bieberau treffen sich die Wanderfreunde zum Plausch. Mitgebrachte Leckereien werden untereinander geteilt und die neuen Vereins-T-Shirts ausgeführt.

Der Odenwaldklub hat zum Dinner in Grün-Weiß gebeten und bietet in seinen Vereins-T-Shirts ein einheitliches Bild. Foto: Ulrike Bernauer 

 

Lauschig ist es im Hof der alten Schmiede in Groß-Bieberau. Deshalb wird der Hof und die ehemalige Gaststätte auch gerne von Vereinen oder Privatleuten zum Feiern gemietet. Der Samstagabend fällt so also nicht aus dem Rahmen, dafür springt die fast einheitliche Farbe des Obergewandes der Besucher aber förmlich ins Auge. Der Odenwaldklub (OWK) hat zum grün-weißen Dinner geladen und die meisten Gäste sind in einem neongrünen T-Shirt erschienen. So kann man auch ganz gut die Gäste ausmachen, die nicht dem OWK angehören, ihr Grün, dass sie tragen, kommt doch wesentlich dezenter daher.

„Schon vor einigen Monaten haben wir uns Vereins-T-Shirts machen lassen“, sagt die Vorsitzende Renate Lokay und die wurden grün, weil die Mitglieder des OWKs in der Regel in der Natur, die ja meist auch grün ist, unterwegs sind. Das andere Grün, das bei den Funktions-Shirts zur Auswahl stand, hat den OWK-lern nicht gefallen.

Zum zweiten Dinner in Grün-Weiß hat der Vorstand die Mitglieder und Freunde geladen, weil das erste im vergangenen Jahr ein großer Erfolg gewesen ist. Für die OWK-Mitglieder ist es eine willkommene Gelegenheit, mal in Ruhe miteinander zu plaudern. Eigentlich sollte man meinen, dass dafür während der Wanderungen genug Zeit bleibt. „Aber wir starten in zwei Kategorien“, sagt Karin Krell, „die A-Gruppe wandert die etwas anspruchsvolleren Touren, die B-Gruppe kann sich etwas mehr schonen. Heute sind wir gemischt und können uns deshalb auch mal mit anderen Vereinsmitgliedern unterhalten.“

Renate Lokay betrachtet das grün-weiße Dinner auch als Möglichkeit der Öffentlichkeitsarbeit. Auch der OWK hat Nachwuchsmangel, die neuen Mitglieder, die eintreten, sind meist schon um die 65 Jahre. Die Vorsitzende freut sich zwar, dass viele OWK-Mitglieder gekommen sind, aber sie hätte sich mehr Gäste, die sich dann in der Folge auch für den Verein interessieren, gewünscht.

Zudem erfülle der OWK auch eine Aufgabe, die nicht nur den Mitgliedern, sondern allen, die sich in Wald und Feld bewegen, nutze. Der Wanderverein hat es sich auf die Fahnen geschrieben, regelmäßig die Wegezeichen zu erneuern, damit sich Wanderer nicht verirren und stets wissen, wo sie sich befinden. „Auch wir haben ehrenamtliche Wegemarkierer“, betont Lokay.

Am Samstag sind auch Mitglieder zum Essen gekommen, die aus gesundheitlichen Gründen überhaupt nicht mehr wandern können. Anita und Adolf Schulmeyer sind seit Jahren Mitglieder in der Groß-Bieberauer Ortsgruppe des OWK, kommen allerdings aus Mörfelden. Das Ehepaar kann nicht mehr mitwandern, aber es liebt die Geselligkeit. „Wir finden das Dinner klasse“, sagt Anita Schulmeyer.

Da das Essen ja mitgebracht werden muss, haben die meisten einen Picknickkorb dabei. Lediglich die Gäste von Marianne Wachsmuth mussten nichts mitbringen. Sie ist die Besitzerin der alten Schmiede und hat dem OWK den Hof kostenlos überlassen. „Ich bin Mitglied im OWK und der Verein hat die Tischdeko selbst gemacht und um Geschirr und Gläser musste ich mich auch nicht kümmern“, sagt Wachsmuth.

Gunhilde Kilian wundert sich nur, dass so wenige Gäste gekommen sind, die nicht dem OWK angehören. „Vielleicht sollte man das beim nächsten Mal ein wenig offener gestalten“, lautet ihre Anregung. 

 

Quellenhinweis: Bericht des "Darmstädter Echo"